Die Albi­gna-Stau­mau­er hoch über dem Ber­gell hält der­zeit kei­ne Was­ser­mas­sen zurück, son­dern ist eine tro­cken­ge­leg­te Gross­bau­stel­le. In Form von Schnee und Eis ist das Was­ser den­noch prä­sent – und zwar als poten­zi­el­le Gefahr. Der Lawi­nen­spe­zia­list Mar­cel­lo Negri­ni ach­tet dar­auf, dass es zu kei­nem Unglück kommt.
«Der Mor­gen­wind lässt die Seil­bahn­ka­bi­ne leicht hin- und her­schau­keln, der Blick glei­tet wie von selbst über die wild­zer­klüf­te­ten Berg­hän­ge auf der Süd­sei­te des Ber­gells. Mar­cel­lo Negri­ni muss nicht ein­mal den Hals stre­cken, um die Gäm­sen schräg unter­halb der Kabi­ne oder die Klet­te­rer am Eis­fall gegen­über zu sehen. Der Förs­ter, Berg­stei­ger und Lawi­nen­spe­zia­list wüss­te aber auch blind­lings, wo in die­sem Gebiet am ehes­ten Mensch und Tier zu fin­den wären. Und vor allem weiss er, wel­chen Risi­ken hier Mensch und Tier im Win­ter aus­ge­setzt sind …» Wort­wert war mit Mar­cel­lo Negri­ni unter­wegs – für ewz.