Seit Jahr­tau­sen­den kom­men dem Splü­gen­pass und dem San Ber­nar­di­no ele­men­ta­re Bedeu­tung im wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Aus­tausch zwi­schen Nord- und Süd­eu­ro­pa zu. Die Via­ma­la-Schlucht bil­det im Nor­den den ein­zi­gen Zugang zu die­sen Päs­sen. Die Schlucht bil­det mit ihren bis zu 300 Meter hohen Fel­sen daher nicht nur ein beein­dru­cken­des Natur­mo­nu­ment, in ihr kon­zen­triert sich auf ein­zig­ar­ti­ge Wei­se auch die Geschich­te: Meis­ter­wer­ke der Inge­nieurs­kunst aus ver­schie­de­nen Epo­chen rei­hen sich hier neben Bur­gen und Kapel­len anein­an­der. Und die Schlucht behaup­tet durch den Roman von John Knit­tel, durch phi­lo­so­phi­sche Betrach­tun­gen eines Fried­rich Nietz­sche oder durch künst­le­ri­sche Ver­ewi­gun­gen wie durch Wil­liam Tur­ner auch einen fes­ten Platz im kol­lek­ti­ven Gedächt­nis Europas.

Im Auf­trag des Ver­eins Kul­tur­raum Via­ma­la hat Wort­wert die­se Geschich­te in ver­schie­de­nen Publi­ka­tio­nen auf­ge­ar­bei­tet, die meis­ten sind bereits ver­grif­fen. Was es sonst noch zur Via­ma­la zu sagen gibt? Viel His­to­ri­sches. Das zeigt sich in einem klei­nen Film mit dem Titel «Das Gros­se Stau­nen», der aus­schliess­lich aus his­to­ri­schen Tex­ten und Zita­ten auf­ge­baut ist und (etwas ver­zerrt) in drei Tei­len betrach­tet wer­den kann.